Mobile First: Webdesign neu denken

Junge Menschen schauen auf Smartphones
Foto: © Robin Worall/unsplash.com

Hintergründe und Entwicklungen

Das Web wurde von Anbeginn an auf Desktop-Computern für Desktop-Computer gestaltet und programmiert. Anschließende, stetige Entwicklungssprünge in Design und Funktion sind unter anderem auf gestiegene Bandbreiten zurückzuführen. Längeren Internetuser:innen kommen vielleicht die Erinnerungen an die knarzigen Einwahlgeräusche des 56 Kilobit-Modems. Seither sind das Webdesign und die Webanwendungen sind komplexer geworden, heute surfen wir mit hundert- und tausendfachen Downloadraten.

Parallel dazu entstanden für mobile Endgeräte auch mobile Datenverbindungen, deren Bandbreite und Volumen sukzessive stieg. Webmaster:innen reagierten und boten separate mobile Versionen ihrer Websites an. Diese lagen meist auf einer Subdomain (Beispiel: m.google.com) und waren inhaltlich im besten Fall deckungsgleich mit der Desktop-Variante. An vielen Stellen bedeutete dies aber einen erheblichen Mehraufwand in der Erstellung, Wartung und Pflege. Das begünstigte die Entwicklung des Responsive Design: Dank neuer sogenannter »Media Queries« in der Stylesheet-Sprache CSS und entsprechender Weiterentwicklungen der Browser wurde Webdesign dynamisch. Es kann sich entsprechend der Bildschirmgröße anpassen, es reicht von nun an eine dynamische, also responsive Version für alle Endgeräte. Aus einer mobilen Website als »nice to have« wurde ein dabei neuer Standard. Ohne responsiver Website geht es nicht mehr, denn die mobile Internetnutzung ist längst in unserem Alltag angekommen.

Bereits 2015 vermeldete Google, dass man mehr Suchanfragen über mobile Geräte als über Desktops bekommt. Nicht nur das Nutzungsverhalten sich geändert, sondern auch das Verhalten des Suchriesen: Primär wird nicht mehr die Desktop-Version der Website von den sogenannten »Crawlern« in den Suchindex aufgenommen, sondern die mobile Website. Die Mobiltauglichkeit wurde dabei ein wesentlicher Rankingfaktor für eine gute Platzierung bei Google. Entsprechend weit oben sollten Maßnahmen zur Optimierung der Mobiltauglichkeit bei der Suchmaschinenoptimierung stehen.

Mobile First Webdesign

Die Agentur pepper unterstützt Sie bei der Konzeption, Gestaltung und Umsetzung einer mobilfreundlichen Website.

pepper kennenlernen

»Mobile First Webdesign«: Die Idee und ihre Stärken

Mit diesen Hintergründen und Entwicklungen keimte die Idee von »Mobile First«. Der Ansatz bezeichnet das Konzept im Responsive Webdesign, die Website zuerst für mobile Endgeräte zu entwickeln. Das ist neu, denn lange Zeit richtete sich das Webdesign primär auf Desktop-Computer aus. Diese Desktop-Versionen wurden für mobile Geräte angepasst, indem sie in der Regel abgespeckt wurden. Das ist mit dem Mobile First-Ansatz anders: Es wird zuerst die mobile Seite entwickelt, die anschließend auf größere Displays von Tablets, Laptops und Desktop-Computern optimiert wird. Es ist damit deutlich näher an den Bedürfnissen der Smartphone-Nutzer:innen.

Das hat für eine Website große Auswirkungen. Bereits bei der Konzeption muss eine Reduktion auf das Wesentliche stattfinden. Diese Reduktion nach dem Motto »Weniger ist mehr« betrifft nicht nur Inhalte, sondern im Kern die Navigationsmechanismen und Bedienelemente, die für die Nutzung der Website unerlässlich sind. Die Gestaltung beginnt beim Smartphone-Display, sodass in der Konzeption der Zugriff auf Inhalte und Informationen aus der Perspektive der Smartphone-Nutzer:innen erfolgt. Unter diesen Voraussetzungen werden viele UX-Fehler im Vorfeld vermieden, da die Bedürfnisse der Nutzer:innen aus diesem Blickwinkel offensichtlicher sind.

In der Konsequenz entstehen Websites mit einem durchdachten UX-Konzept ohne Funktionsballast mit einem Fokus auf den Inhalt. Außerdem bringen Websites nach dem »Mobile First«-Ansatz mit sich, dass sie keinen großen Datenverkehr verursachen. Sie funktionieren performanter und zuverlässiger auf Smartphones.

Fazit

»Mobile First« ist eine geeignete Strategie, um eine zeitgemäße Website zu konzipieren, gestalten und programmieren. Die Bedienbarkeit auf mobilen Geräten verbessert damit oftmals messbar, so verringert sich die mobile Absprungrate und die Conversation Rate erhöht sich. Man kann stark davon ausgehen, dass die Smartphonenutzung weiter zunehmen wird. Der »Mobile First«-Ansatz besticht auch dank der Mobiltauglichkeit als allgemeinen Rankingfaktor bei Google.

Ob der Ansatz für die Website infrage kommt, sollte dennoch projektbezogen abgewogen werden. Gerade bei umfangreicheren Webanwendungen sollte die Usability auf Desktop-Computern nach wie vor nicht vernachlässigt werden. Hier lohnen andere Denk- und Gestaltungsansätze, beispielsweise das »User First Design« oder das »Journey Driven Design«.

Fühlen Sie sich frei, die Webdesignagentur pepper zu kontaktieren. Nach einer Kontaktaufnahme per E-Mail an info@pepper.green oder per Anruf an +4915253000270 erstellen wir Ihnen ein Angebot für eine mobiltaugliche Website, die zu Ihnen, Ihren Zielen und Ihrer Zielgruppe passt.

PS: Auch dieses Blog wird seit des Starts mehrheitlich auf mobilen Endgeräten gelesen. Die Desktops sind mit 43,6 Prozent in der Minderheit.

Ähnliche Beiträge

+49 152 53000270

Kontakt per Telefon (Mo. — Fr., 9 — 18 Uhr)

Konzeption, Design und Umsetzung von Websites mit pepper

Mein Angebot umfasst Webdesign, Responsive Design, Barrierefreies Webdesign, Websites mit WordPress oder anderen Content-Management-Systemen, Suchmaschinen­optimierung, Social Media und vieles mehr: Leistungen.

Gerne erstelle ich Ihnen ein Ange­bot. In diesen Zeiten stehe ich Ihnen per E-Mail, Telefon und Video-Chat zu Verfü­gung. Durch meinen Sitz in Falken­see bin ich ansons­ten auch in Berlin und Bran­den­burg (Potsdam, Nauen, Dallgow, Rathenow, …) mobil.