Wie nenne ich mein Unternehmen?

Symbolfoto mit teilweise zerknüllten Papieren auf dem Boden
Foto: © Kelli McClintock/unsplash.com

»Ja, wie wird denn das Unternehmen heißen?« — neben Bergen von Formalitäten sehen sich Gründer:innen auch noch schnell mit der kreativen Aufgabe konfrontiert, einen Namen für das eigene Unternehmen zu finden. Doch oft lässt sich der Firmenname erst finden, wenn Gedanken zum Produkt/zur Dienstleistung, der Zielgruppe und dem Alleinstellungsmerkmal (USP) bereits gereift und gefestigt sind. Es ist ratsam, diese Überlegungen voranzustellen — zur Not kann man bis dahin auch auf einen Arbeitstitel zurückgreifen.

Der erste Schritt

Es liegt auf der Hand, nach Reimen, Assoziationen oder Begriffspaaren zu suchen. Dem einen gelingt das am besten unter Dusche, anderen eher nach einem gemeinsamen Bier mit Freund:innen. Bevor man am eigenen Perfektionismus auf der Suche nach dem Namen scheitert, lohnt es sich auch, alle Ideen aufzuschreiben. Manchmal kommt der springende Gedanke bei einer Assoziationskette. Der Exkurs in die Kreativitätstechniken muss gar nicht so weitreichend sein, denn mit einer Mindmap lässt sich das relativ schlicht visualisieren. Was möchten Sie anbieten? Und wo? Wen möchten Sie ansprechen? Welche Werte wollen Sie repräsentieren? Ein Anfang ist schnell gefunden.

Eine Inspiration können auch Online-Tools sein. Ganz im Sinne von trendigen Business-Ideen spuckt Hipster-Business Begriffskombinationen aus. Nameboy geht einen Schritt weiter und prüft nach der Eingabe von zwei Begriffen auch Domains auf Verfügbarkeit.

Und jetzt? — Kriterien für einen guten Firmennamen

Toll! Die ersten Ideen liegen auf dem Tisch. Nachdem potenzielle Unternehmensnamen gesammelt wurden, gilt es, die Auswahl zu verfeinern.

Fangen wir mit dem Offensichtlichen an: Ist der Name authentisch und ehrlich? Der Schein eines großen öffentlichen Betriebes ist verlockend. Sie sparen sich aber unnötigen Stress und verlieren nicht das Vertrauen Ihrer Kund:innen, wenn Sie Namensteile wie »Institut«, »Zentrum«, »international« oder »europäisch« vermeiden, wenn sie nicht zutreffen. Hier begibt man sich schnell auf dünnes Eis, wenn das Unternehmen keine herausragende Stellung besitzt und Ihre Kundschaft oder Konkurrenz eine Irreführung vermuten könnte.

Genauso offensichtlich ist diese Fragestellung: Ist der Name einprägsam, kann die Zielgruppe ihn aussprechen? Fragen Sie Ihr persönliches Umfeld: Am ersten Eindruck kann sich manchmal schon entscheiden, ob der Name taugt.

Wieder von rechtlicher Bedeutung ist auch die Frage: Gehört mir der Name? Sie sollten unbedingt vermeiden, dass mit einem gleichen oder zum Verwechseln ähnlichen Namen an den Start gehen. Eine sorgsame Recherche mit der Suchmaschine Ihrer Wahl hilft Ihnen dabei. Eine Prüfung auf der Website des Deutsche Patent- und Markenamt schafft weitere Sicherheiten. Sie sparen sich hiermit im schlimmsten Fall Rechtsstreitigkeiten und ein teures Rebranding.

Entspricht der Name meiner Rechtsform? Eine schnelle Recherche gibt hier Aufschluss: Einzelunternehmer:innen handeln in der Regel mit Ihrem Namen, eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts muss ebenfalls Ihren Namen tragen.

Sie tun sich ebenfalls einen Gefallen, wenn Sie im Vorfeld prüfen: Gibt es noch passende Domainnamen? Ihr Webhoster oder Ihre Internetagentur wird Sie hierbei unterstützen.

Vor allem, wenn Sie international tätig sein wollen, sollten sich fragen: Vermeide ich ungewollte Doppeldeutigkeiten? Ein populäres Beispiel bleibt der Mitsubishi Pajero: In spanischsprachigen Ländern verliert dieser Modellname an Attraktivität, er kommt einer Beleidigung gleich. Grobe Patzer können Sie mit WordSafety umschiffen.

Gerade bei längeren Firmennamen sollten Sie im Vorfeld auch bedenken: Wie kürze ich den Firmennamen am besten ab? Wenn Sie es nicht abkürzen, werden es Ihre Kund:innen tun. Peinlichkeiten können auch an dieser Stelle vermieden werden.

Im Zweifel: Profis fragen

Sie sollten einen Namen finden, mit dem Sie sich dauerhaft identifizieren können. Kreativagenturen wie pepper unterstützen Sie persönlich und individuell bei der Namensfindung.

Wenn Sie international agieren möchten, sind Sie auch gut beraten, eine Anwaltskanzlei mit der Prüfung Ihres Markennamens zu beauftragen.

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