Kreativität als Routine: Alltag als Grafiker & Webdesigner

Ein Computer-Arbeitsplatz mit einem großen Kalender an der Wand
Foto: © Roman Bozhko/unsplash.com

In immerhin zehn Jahren Berufserfahrung habe ich schon einiges erlebt, vielleicht auch kleinere Sinneskrisen überstanden und allerhand Erfahrungen gesammelt, die ich weitergeben möchte. Vieles ist auch auf andere Tätigkeiten übertragbar — vor allem auf jene, die überwiegend im Büro stattfinden.

Insbesondere kreativen Jobs geht oft eine romantische Vorstellung voraus, in der es sich manchmal um Kunst und Selbstverwirklichung dreht. Bei aller Liebe zum Beruf ist das wirklich selten der Fall: Hauptsächlich geht es in meinem Berufsalltag darum, gestalterische und technische Lösungen zu finden. Auch unter Zeitdruck und vor allem mit dem Anspruch, ein einzigartiges, wertiges Gestaltungsprodukt zur Zufriedenheit der Kundin beziehungsweise des Kunden zu liefern. »Routine« ist dabei eine überaus unromantische Vorstellung — steht sie doch mehr für Gewöhnlichkeit als Einzigartigkeit. Mir helfen aber gewisse Routinen sehr, einen aufgeräumten Kopf für neue Aufgaben und große Ideen zu haben und einer Hektik oder anderen Anspannung zu entgehen. Denn wer im Stress ist, übersieht wichtige Dinge.

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Mein Arbeitsplatz

Coronabedingt habe ich mir ein Bürozimmer in meiner Wohnung eingerichtet. Ich bevorzuge einen großen Bildschirm und eine vertikale Maus für ein entspannteres Armgelenk. Mein Arbeitsplatz ist »remotefähig« — eine Internetanbindung mit hohen Download- und Uploadraten ist für mich unerlässlich, an einer Webcam mit einem geeigneten Mikrofon mangelt es ebenfalls nicht. Mein Arbeitsplatz ist so ausgerichtet, dass ich zur Entspannung der Augen zwischendurch durch das Fenster in die Ferne schauen kann. Ich arbeite am liebsten papierlos und halte meinen Schreibtisch damit gleich viel ordentlicher. Trotz seiner Ästhetik hat sich der Minimalismus-Trend nur bedingt bewährt — auf einige Dinge mag ich nicht verzichten wollen. Dazu zählen insbesondere zahlreiche Pflanzen, denen nebenbei bemerkt auch eine luftreinigende Wirkung für konzentriertes Arbeiten nachgesagt wird.

Morgens: Meditation, Kalender und Notizen

Meinem ganzen Arbeitstag tut es gut, morgens nicht in Eile zu verfallen, sondern rechtzeitig aufzustehen. Ganz regelmäßig meditiere ich morgens zehn bis fünfzehn Minuten, bevor es wirklich losgeht. Ich verstehe Meditation nicht als Aufputschmittel, ich verfolge damit keine Erwartungen. Eher schenke ich mir selbst einen Moment der Aufmerksamkeit — eben fern weg von Leistung, von Zeit, von To-dos oder Checklisten, von äußeren Reizen, von inneren Impulsen. Das schafft mir einen inneren Frieden, mit dem ich in den Tag starte. Ich meine, diese Grundstimmung ist auch eine gute Ausgangssituation für anstehende Entscheidungen. Ich bin kein Guru der Meditation, aber so ungefähr würde ich es auch anderen empfehlen. Andere sehen die Meditation aber mitunter auch »sportlicher«, eher als zusätzliche Dosis Leistungsssteigerung oder Effizienzoptimierung für den Tag.

Durch die Corona-Pandemie arbeite ich momentan eigentlich nur von zu Hause aus, sodass mein anschließender Arbeitsweg ins Bürozimmer keine Minute dauert. Dort checke ich den Kalender und eine To-do-List, meist ordne ich dabei meine Prioritäten für den Tag. Viele in der Branche schwören auf Trello oder Todoist, aber ich fahre mit einer eigenen Nextcloud sehr gut. Das ist datenschutzfreundlich, schließlich kommen die Daten in Form der Notizen, Kalendereinträge, Kontakte und Dateien gar nicht erst in andere Hände. Im Sinne der Digitalisierung kann ich damit meinen Arbeitsalltag nahezu papierlos führen und den Arbeitstag von überall aus beginnen. Diese Lösung ist sicher auch für viele andere Unternehmen interessant.

Während der Arbeit: TimeTracking, Kreativitätstechniken

Während an einem Auftrag nutze ich den TimeManager für die Nextcloud, mit dem ich meine Zeit erfasse. Damit kann ich meine eigene Angebots- und Preisgestaltung überprüfen, mich besser auf eine Tätigkeit zu fokussieren und meine Zeiten und Ziele deutlich besser reflektieren als lediglich mit einem Bauchgefühl.

Gerade bei kreativen Herausforderungen kommt es immer mal wieder vor, dass es augenscheinlich nicht vorwärtsgeht und die Zeiterfassung es nicht besser macht. Ich denke, es ist normal, kreative Ideen nicht wie am laufenden Fließband produzieren zu können. Bei diesen Tätigkeiten sind Kreativitätstechniken oft eine große Stütze. Mindmaps oder Assoziationsketten sind wahrscheinlich allseits bekannt und meines Erachtens etwas unterschätzt, zumindest bei mir bringt es den Stein manchmal zum Rollen. Brainstorming, Brainwriting und die morphologische Matrix kann ich ebenfalls empfehlen. In größeren Projekten lohnt auch das »Design Thinking«, das verschiedene Kreativitätstechniken vereint.

Mittags: Spaziergang

Etwas spät habe ich das Glück schätzen gelernt, trotz Innenstadtlage in Falkensee in 10 Minuten an weitlaufenden Wiesen und Bächern zu sein. Wahrscheinlich tut es aber auch jeder andere schöne Park. Durch diese Idylle gehe ich jeden Tag fünf bis sechs Kilometer zu Fuß. Die körperliche Bewegung ist immer wieder aufs Neue eine erholsame Abwechslung. Ich merke auch, dass es meine Augen gut tut, den Blick in die Weite schweifen zu lassen, wenn man sonst fast nur auf den Bildschirm fokussiert ist. Und: Manchmal kommen mir in diesen Pausen auch die besten Ideen für die Arbeit.

Ich habe festgestellt, dass es für mich auch gar nicht so viel anders funktioniert. Im Büro oder in der Küche richtet sich meine Aufmerksamkeit meist das auf das Smartphone — dabei verfliegt die Zeit zwar ähnlich schnell, aber ich bin mir unsicher, wie erholt man nach einer Pause dieser Art wirklich ist.

Abends: Aufräumen

Abends räume ich meinen Arbeitsplatz auf, damit der Tagesabschluss auch ein physischer Abschluss mit dem Arbeitstag ist. Das steigert mein Wohlbefinden für den Feierabend und lässt mich am nächsten Tag mit einer anderen Energie starten. Und selbst im Home-Office kann dann kein Zoom-Call so spontan kommen, dass die Ordnung einen in Aufklärungsnot bringen könnte.

Fazit

Wahrscheinlich sind viel Routinen und Rituale schlichtweg »Typfragen«, aber vielleicht konnte ich hiermit trotzdem einen gehaltvollen Einblick in meinen Alltag als Grafiker und Webdesigner geben.

Wenn Sie Interesse an einer Zusammenarbeit mit meiner Agentur pepper haben, freue ich mich sehr auf Ihre E-Mail an info@pepper.green oder einen Anruf an +4915253000270. Ich gestalte Websites und andere Kommunikationsmaßnahmen passend zu Ihren Botschaften und Unternehmenszielen.

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